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Der Berlin Marathon wurde seinem Ruf auch 2016 gerecht, indem Kenenisa Bekele als Sieger in 2:03,04 den Weltrekord nur um 7'' verpasste und der ehemalige Weltrekordler Wilson Kipsang nur 10'' dahinter mit pB einlief. Auch Marathon-Schweizermeister Fabian Kuert nutzte die grandiose Kulisse und Stimmung um nach dem vom Wetter vermasselten Zürich-Marathon im April nun eine Marke zu setzen, welche seine Stärke dokumentiert. Fäbu startete genial: Er less sich nicht von der übertriebenen Begeisterung am Start täuschen und ging das Rennen in seinem perfekten Tempo von 3:19/Km an. Vergleich: Die Spitze oder z.B. Julien Lyon gingen (viel) zu schnell ins Rennen und viele brachen ein und Julien Lyon gab nach 30Km auf. Nicht so Fäbu: Er lief die ersten 7 x 5 Km in folgenden Zeiten: 16:31, 16:31, 16:25, 16:27, 16:26, 16:38, 16:36 total regelmässig. Aber bei Km 35 ist nach meiner Ansicht erst Marathon-Halbzeit. Das scheint in diesem Jahr auch für Fäbu harte Wahrheit geworden zu sein. Er lief hier mit den zwei schnellsten kenianischen Frauen und wurde auch von Begleitfahrzeugen und Fernsehteams vielleicht etas gestört(?). Jedenfalls wurde die ganze Gruppe etwas langsamer. Der 8. 5000er ergab noch 17:14 und Fäbu konnte die Frauen hier zwar stehen lassen, aber zu eine Steigerung bis ins Ziel reichte es nicht mehr. In 2:20,12 erreichte er eine Super Zeit, verbesserte seine pB um 5min10. Fäbu ist hinter Tade, Julien und Aedu der viertschnellste Schweizer in diesem Jahr. Aber dass es nicht unter die ominöse Schallmauer gereicht hat, wird ihn leicht wurmen. Doch wie Steffen Ulicka zu seinen 2:15,02 gesagt hat: "Marathon ist krass hart, wenn ich gewusst hätte, dass man da so stark leiden muss...". Fäbu hat's gewusst und darf stolz sein auf eine weitere grandiose Leistung.

Jacqueline von Burg lief es leider nicht ganz nach Plan. Sie musste nach 1:51,37 beim HaMa-Durchgang etwas Tempo raus nehmen und kam in 3:50,29 unter de Erwartung ins Ziel. Trotzdem darf auch sie stolz sein auf ihre Leistung, denn jeder Marathon muss zuerst gelaufen sein und wie heisst es so schön: "Der Schmerz geht, der Stolz bleibt".

Bravo Fäbu und Jacqueline (Sam).