Runners

Nach der langen Spielnacht mit den Tessiner ging es am Mittwochmorgen mit einem 40- bis 60-minütigen Dauerlauf los. An unserem zweiten freien Nachmittag wanderten wir vom Muottas Muragl zur Alp Languard. Die acht Kilometer wurden von Sam souverän gepaced und er legte einen Start-Ziel-Sieg hin. Dank Annettes Biologieunterricht über Blumen konnten wir trotzdem einige Pausen einlegen. Für ein Paar war diese Wanderung aktive Regeneration und andere hat es noch mehr zerstört. Ein Lichtblick war jedoch das Abendessen. Es gab leckere Pommes, welche von uns allen „innegmääit“ worden sind. Obwohl wir abends mit den Tessiner nach St. Moritz gehen wollten, verbachten wir diesen schlussendlich mit Tichu und Netflix, da wir alle kaum noch laufen konnten und wir fit sein mussten für den bevorstehenden Maloja-DL.

Der Donnerstag startete mit einem 17 Kilometer langen Dauerlauf von Maloja bis St. Moritz-Bad. Magali und Anouk legten jedoch 18 Kilometer zurück, da sie anstatt rechts, links um den Lej da Champfèr gelaufen sind. Maria und Sabine steigerten ihre Pace von 7:15 auf 4:40 und legten damit mit Abstand den regelmässigsten Dauerlauf zurück. Chiara und Elena fuhren währenddessen mit dem Fahrrad auf den Julierpass. An diesem Morgen waren alle an ihrer Existenzgrenze. Als Belohnung für unsere Leistung gab es ein „Bluetwässerli“. Nachmittags gab es für die meisten einen zweistündigen Mittagsschlaf. Danach absolvierten wir unser Footing mit einer anschliessenden Dehnsession. Der Höhepunkt des Nachmittags war das Date von Chrigi und Sabine, welche zusammen die Tour de France geschaut und Händchen gehalten haben aufgrund Chrigis Nervosität, da einer seiner Favoriten vorne lag. Nach dem Abendessen gab es verschiedene Aktivitäten von Tichu spielen über Lesen bis hin zu einem Spaziergang am See. In Anbetracht des morgige Bahntrainings sind wir alle früh schlafen gegangen.

Am Freitagmorgen mussten wir früher aufstehen als sonst, damit wir das Frühstück für das wichtige Training verdauen konnten. Für die Männer gab es 3x1000m oder 800m auf der Bahn und die Frauen absolvierten dasselbe am See. Anschliessend legten alle noch vier bis sechs 300m auf der Bahn zurück. Jeder von uns hat richtig „gmääit“ und war definitiv unter seiner Existenzgrenze. Zum Mittagessen gab es eine riesen Portion Gemüserisotto und das Aufessen dessen war fast der grössere Kampf als das Bahntraining. Nach einem wiederholten langen Mittagsschlaf hatte man die Qual der Wahl, den Vita Parcours zu absolvieren oder auf ein Footing zu gehen. Am Abend gingen wir als Abschluss von Magali zusammen zur „Gondla“ einen Holunderblütensirup trinken. Dazu verfolgten wir die 4x400m Mixed Staffel der WM in Eugene. Beim Zurücklaufen hatten wir alle zu viel Energie, da uns der Holunderblütensirup ins Blut geschossen ist. An diesem Abend wurde es ein wenig später, da wir in den nächsten Tagen eher lockere Trainings haben werden.

(Maria und Magali, 16.07.2022)

St. Moritz Bericht II 2022 Wandern St. Moritz Bericht II 2022 Céline Stephan St. Moritz Bericht II 2022 Alicia Lizz St. Moritz Bericht II 2022 Maria Sabine St. Moritz Bericht II 2022 Magali Anouk St. Moritz Bericht II 2022 Julierpass