Nicole Schweizermeisterin, Ädu mit Silber
Im Langcross der Frauen über 8Km liefen Nicole Egger und Céline Aebi zusammen mit Gabi Nyffeler und Iris Lauper als LZO Team um die Europacup-Qualifikation zu wiederholen. Nicole zeigte schon auf den ersten Runden, dass sie sich in blendender Form befindet. Obwohl der glitschige, schneebedeckte und teilweise tiefe Boden nicht das Terrain für sie war, lief sie scheinbar mühelos in der Spitzengruppe mit. Zwar machte Maya Chollet über zwei Runden von der Spitze aus ziemlich Tempo. Aber vor Rennhälfte bildete sich eine Spitzengruppe mit Priska Auf der Maur, Andrea Meier, Christine Müller, Maya und Flavia Stutz, in der Nicole nach 4 von 8 Runden das Tempodiktat übernahm. Céline konnte hier knapp nicht folgen und drehte zusammen mit Lea Laib ihre Runden. Bald fiel eine um die andere zurück und nur Flavia und Christine vermochten Nicole zu folgen. Diese versuchte ab und zu eine andere führen zu lassen, aber die wollten (und konnten) nicht. Das Tempo war trotz dem Geplänkel sehr regelmässig mit Kilometerzeiten zwischen 3:51 und 3:57. In der letzten Runde griff Nicole resolut an, liess auch ihre letzte Begleiterin stehen und siegte eigentlich mit komfortablem Vorsprung, wenn sie nicht nochmals die Nerven der Zuschauer strapaziert hätte: Nach dem letzten Zeitmessband, aber 10m vor dem Zielbogen hielt sie nämlich an und wartete auf Flavia um die Gratulation entgegen zu nehmen. Erst auf die nervösen Zurufe der Kampfrichter überquerte sie noch 2’’ vor Flavia als Schweizermeisterin die Ziellinie. Auch Céline lief ein sehr starkes Rennen und kam als 7. Overall und 2. der U23 1:23 hinter Nicole und nur knapp hinter Maya Chollet ins Ziel. Gabi war dem Team zuliebe (halbkrank) angereist und konnte nicht auf ihre vollen Kräfte zählen. Mit fast 3’ Rückstand auf Nicole wurde sie aber immer noch gute 12. und sicherte den klaren Team-Sieg. Iris wurde 18. und hätte damit auch zum Teamerfolg verhelfen können.
Bei den Männern über 10Km wurde Adrian Lehmann als einer der Favoriten gehandelt. Super, wie Ädu nach seiner langen Verletzungspause und dem sorgfältigen Aufbau bereits wieder in Form kommt. Er hielt in der immer kleiner werdenden Spitzengruppe mit, diktierte ab Rennhälfte mit Brunet mehrheitlich das Tempo und griff immer wieder an. Nur Sullivan Brunet und Jonas Räss konnten noch folgen. Eine Runde vor Schluss kickte Räss und schaffte ein paar Meter Vorsprung. Ädu schien geschlagen. Aber mit grossem Kämpferherz blieb er in Reichweite von Brunet, setzte 200m vor dem Ziel zu einem gewaltigen Endspurt an und holte sich noch Silber mit nur 2’’ Rückstand auf Räss. Kidane Tevelde legte zwei sehr schnelle erste Runden hin, bekundete dann aber Mühe mit dem schwierigen Terrain und klagte über Rückenschmerzen. In 37:01 wurde er 26. Overall und 7. der U23.
Misgun Tesfay lief im sehr stark besetzten Kurzcross auf den 36. Rang und Jamal Nazari litt nach fulminantem Start bei den mU20 schon nach einer runde unter starken Rückenschmerzen. Er quälte sich als 27. weit unter seinem Wert ins Ziel.
Bei den wU20 lief Lena Haas über 4Km trotz schlechtem Befinden in die Topten und unterstrich ihre starke Stellung im Crosscup.
Eine grosse Leistung zeigte Ramon Hürlimann bei den mU18 über die für ihn etwas langen 5Km. Er lief nicht weit hinter der Spitzengruppe mit dem Sieger Derek Bucassi auf den 7. Platz. Auch er bestätigt seine Crosscup-Spitzenposition, die ihm einen Start am Athletissima einbringt.
Elena Eichenberger hatte Pech am Start, indem sie weggedrückt wurde und weit hinten ins Geschehen eingreifen musste. So kämpfte sie sich auf der ersten Runde mühsam Rang um Rang nach vorn bis sie ab Runde zwei auf Position 14 mit gleich starken Konkurrentinnen fighten konnte. Bis ins Ziel konnte sie noch zwei Ränge gut machen und als 12. verbesserte sie sich an der SM gegenüber Vorjahr um einen Rang. Auch Elena hat ihre Crosscup-Qualifikation für das Meeting Spitzenleichtathletik Luzern nochmals souverän bestätigt.
Unsere Jüngste, Chiara Costa, startete bereits früh am Morgen bei Schnee und Nässe in der Kategorie Ecolières A. Sie zeigte ein beherztes Rennen, lief im Mittelfeld und schaffte es auf Rang 15. (sam 3.3.18)