Runners

Tobias Lüthi meldete sich nach langwierigen Verletzungen und ohne die wichtigen Stehvermögentrainings endlich auf dem Wettkampfplatz zurück. In einer Serie ohne ebenbürtige Läufer musste er von Anfang an das Rennen bestimmen. Mit Rückenwind lief er die ersten 200m in 27'' flott los. Gegen den Wind wurde er dann langsamer und passierte die 400m mit 59'' etwas langsam, aber mit 5-10m Vorsprung auf das Feld. Damit war er aber noch frisch für die 2. Runde, zog regelmässig weiter mit 1:28,5 bei 600 und spurtete ganz stark gegen den Wind, so dass die Uhr bei 1:59,87 stehen blieb. Allein und gegen den Wind eine gute Leistung. In der 2. Serie pacte Raphael Salm für Sina und zog die ganzen 2 Runden locker in 2:08 durch. In der 3. Serie waren Christian Wyss und David Kummer an der Reihe: Wie gewohnt ging's für die Verhältnisse schnell zur Sache. Mit 31'' liefen sie hinten im Feld, arbeiteten sich in der Kurve etwas nach vorn. Leider liessen sie dann auf der 1. Zielgeraden ein Loch aufgehen und lefen beide nebeneinander im Wind. Das kostete Kraft. Mit 63 war aber die Pace perfekt. Dann drückte Christian auf's Tempo und ging nach 600m in 1:37 an die Spitze. David 1'' dahinter. Christian hatte auf der Zielgeraden noch Kraft für einen starken Endspurt, in dem er zwar auf dem Zielstrich noch von Kevin Rey abgefangen wurde. In 2:08,88 lief er aber eine schöne pB und ist nun nah an der U18 SM-Limite. David liess etwas nach auf den letzten 100m, aber schaffte trotzdem in 2:13,18 eine pB um 2 Hundertstel. Zwischen den Beiden klassierte sich der Huttwiler Samuel Agyapong in 2:10,75. 

In der 2. Frauen-Serie startete Vanessa Schranz mit dem Ziel SM-Limite 2:22. Nicole Egger stellte sich als Pacerin zur Verfügung und Sophie Kummer unterstützte trotz Arbeitsbeginn mit dem ganzen Tag auf den Beinen. Nicole lief perfekte 34/70/1:47, Vanessa und Sophie locker im Schlepptau. Dann zog Vanessa an und wusste, dass es mit einem schnellen Endspurt reichen kann. Leider war aber der Wind auf der Zielgeraden zu stark und so fehlte in 2:22,93 gerade mal eine Sekunde. Sophie konnte nicht mehr zulegen, verpasste ihre pB aber in 2:25,34 trotzdem nur um 25 Hundertstel. In der 3. Serie kam die "ewig" verletzungsgeplagte Aline Bernhard in 2:39,01 zu ihrem 1. Zählresultat seit einem Jahr, kann damit wieder Selbstvertrauen schöpfen und setzte eine Marke, die es nun zu toppen gilt. Nicole Egger opferte sich dann noch im 1500m-Lauf für Sibylle Häring als Tempomacherin mit dem Ziel 4:35. Sie machte auch diesen Job perfekt und lief das Rennen bis 1400m locker voraus, so dass das Ziel punktgenau erreicht wurde. Damit bewies Nicole, dass sie gerüstet und topfit am Freitag nach London reisen kann um dort die Schweiz nach der Absage von Fabienne Schlumpf als Einzige am 10'000m-Europacup zu vertreten.  (sam, 2.7.19)

Resultate