Sieben pB's in Regensdorf
Das mentale Einstimmen hätte nicht besser sein können: Kurz vor dem Einlaufen konnten wir in Regensdorf den starken Einsatz von Nicole über 3000m an der Team EM bewundern, den sie mit pB bzw. LVL-Bestleistung von 9:19,57 abschloss. Nicole verbesserte damit die Vereinsbestleistung von Martina Strähl um satte 13''.
Top motiviert gingen die Runners somit auf ihre 1500m-Strecke. Ramon Hürlimann machte den Anfang in der 1. Serie der Männer. Im Rennen, das von Pascal Furtwängler in 3:45,59 gewonnen wurde, konnte Ramon schön hinterherlaufen. In 61,2:03, 2:35 gelang ihm das bis zur 1000m-Marke gut, dann war leider der Ofen aus und es resultierten auf Rang 13, immerhin als 2. Junior hinter Julien Stahlhanske aber vor Silas Zurfluh, 4:02,57 zum abhaken. In der 2. Serie absolvierte Fabian Kuert einen Schnelligkeitstest. Es war erst sein drittes Rennen über diese ungewohnt kurze Distanz. Fäbu startete (mit Pacer David Schöpfer) etwas langsamer mit 30, 62, 1:33, 2:07, 2:38. Auf der ersten Runde lief er viel aussen und hatte Mühe mit Positionskämpfen. Dann zog sich das Feld auseinander und Fäbu lief nach 800m mit Yves Cornillie und Simon Schüpbach vorne weg. In einem schönen Steigerungslauf erreichte er als 3. eine super pB von 3:56,98. Tobias Lüthi und Nick Obrist waren in der 4. Serie dran. Für Toby etwas ungewohnt weit hinten, was ihm etwas den Mumm nahm. Das Rennen verlief aber flott. Mit 65, 2:11, 2:45 lag nach 1000m noch eine gute Zeit drin, aber auf der letzten Runde fehlte das Stehvermögen ud Toby lief mit 4:12,17 5'' hinter dem STBler Nicola Gilg ein. Nick lief das ganze Rennen 2-3'' hinter Toby, konnte am Schluss noch zulegen und lief in 4:14,00 auf Rang 4. Er verbesserte seine pB um anderthalb Sekunden. In der letzten Männer-Serie starteten Tim Jakob, Lennart Horn, Christian Wyss und Samuel Agyapong. Tim lief aktiv im vorderen Feld mit und erreichte mit 2:57 nach 1000m eine Schlusszeit von 4:27,40. Eine gute SB. Lennart lief nah hinter Tim. Er findet seinen Tritt trotz US-Aufenthalt mit reduziertem Training über den Sommer wieder gut und schaffte gleich eine pB von 4:28,82. Damit bestätigte er auch seine SM-Limite. Genau das war das Ziel von Christian. Er ging vorsichtiger ins Rennen, lief zunächst am Schwanz des Feldes, hatte zwischendurch einen Durchhänger (von dem er glücklicherweise durch Sämi3 geweckt wurde), und drehte nach der Durchgangszeit von 3:00 bei 1000m voll auf, überholte einige Läufer und zuletzt sogar Lenny, so dass es auf Rang 6 in 4:28,55 souverän zur Limite und guten pB reichte. Sämi3 startete erstmals über diese Distanz. Er harmonierte super mit Chrigi, lief zuerst hinten nach, aber reagierte, als es nach 800m galt, ein drohendes Loch zu schliessen. Leider hatte er auf den letzten 200m nicht die Spritzigkeit von Chrigi und musste sich mit 4:30,85 knapp über der Limite mit seiner pB begnügen. Drücken wir die Daumen, dass er am SVM-Versuch am 17.8. die Schwelle noch schafft.
Bei den Frauen durfte Céline Aebi in der 1. Serie antreten. Hier wurde eine Zeit unter 4:30 angepeilt. Céline konnte somit getrost hinten laufen und sich ziehen lassen. Rund um sie die schnellen Nachwuchstalente Aarti Miescher, Sophie Baumann, Alina Sönning... In schnellen 72, 1:50, 3:06 ging's ins letzte Drittel des Rennens. Céline konnte die Pace gut halten und lief in neuer pB von 4:42,12 über den Zielstrich und festigte mit 4'' Verbesserung ihren 7. Rang in der ewigen LVL-Bestenliste. In der 2. Serie Vanessa Schranz und Sophie Kummer mit Alisha Rüegger, Amy Leibundgut, Jeanne Wildisen etc. Mit 77, 2:36, 3:14 hielten sie sich im Mittelfeld und liefen aktiv mit. In der Schlussphase packte Vanessa die grösseren Reserven aus und lief in starken 4:50,32 nur um 14 Hundertstel über ihrer pB auf Rang 5 ein. Auch Sophie lief eine gute Schlussrunde ohne Einbruch und kam in 4:52,03 um über 4'' schneller ins Ziel als am Pfingstmeeting in Zofingen. Zwischen Vanessa und Sophie schob sich Lisa Schneeberger in verblüffenden 4:51,17. In der letzten Serie dann noch Sabine Krähenbühl in 5:44,83 noch nicht ganz auf ihrem "alten Niveau". Hier lief auch Andrea Fink zunächst an der Spitze, brach aber nach zwei Runden mit Asthma-Problemen ein und kam in enttäuschenden 5:08,29 (noch knapp vor Michelle Tanner) ins Ziel.
Den Vogel schoss zum Abschluss des Meetings nochmals Fabian Kuert ab. Trainingshalber wollte er nach dem 1500er noch einen Doppelschlag setzen und lief auch den 3000er. Und wie: Nach anfänglich vorsichtigem Start, Kilometer in 2:53 und 2:52, drehte er mit Neill Burton zusammen noch auf und schaffte 8:36,16. Nicht schlecht für einen "Trainingslauf" nach 1500m pB. Fäbu befindet sich in blendender Verfassung im Hinblick auf die grossen Langstrecken-Ziele im Herbst.
(sam, 10.8.19)