Céline und Fabian Zweite in Düdingen
Im Eliterennen der Männer über 9300m bestimmte Matthias Kyburz das Tempo von A-Z. Ihm konnten nur Jan Voléry und Tefera Mekkonen bis Rennhälfte folgen. Fabian Kuert ging das Rennen dahinter etwas vorsichtiger an. Als Voléry und Mekkonen nicht mehr mit Kyburz mithalten konnten, schloss Fäbu in der 5. Runde auf und übernahm gleich die Spitze der neuen Dreiergruppe. Die zwei blieben bei hohem Tempo (3:05?) hartnäckig dran, aber in der Schlussrunde konnte Fäbu noch zulegen und sich langsam aber sicher lösen und mit einem Vorsprung von über 30 m auf die Zielgerade einspuren. In satrken 28:01 hatte er nur 44'' Rückstand auf Kyburz und immer noch 4'' Vorsprung auf den spurtstarken Voléry. Lukas Hügli lief erstmals ein Cross in einer Elitekategorie mit nationalem Spitzenniveau. Er löste seine Aufgabe bestens, indem er nach etwas schnellem Start Tempo rausnahm und seine Pace regelmässig über die Runden hielt. So konnte er ein paar Konkurrenten stehen lassen und erreichte in 34:04 Rang 22.
In Abwesenheit von Nicole Egger glänzte Céline Aebi mit einem starken Lauf. Die Elite Frauen über 5300m mussten mit den mU18 und den wU20 starten, welche eine Runde weniger liefen. Damit war es schwierig, die Übersicht zu halten. Die Jungs zogen davon und die Juniorinnen Agnes McTighe und Shirley Lang starteten ebenfalls etwas schneller als Céline, aber Céline führte über das ganze Rennen das Feld der Elite-Frauen an. Im Schlepptau hatte sie Delia Scherrer, die sich bis 400m vor dem Ziel zurückhielt, dann kickte und sich den Sieg schnappte. Mit dem 2. Rang in starken 18:04 bewies Céline ihre Stärke und auch ihre weiteren Fortschritte gegenüber dem Vorjahr.
In diesen Nachwuchskategorien hängen die Trauben im Cross extrem hoch und nur mit enormem Kampfgeist und Willen sind Spitzenresultate möglich. Gute Crossläufer setzen sich aber meistens auch im Sommer auf der Bahn durch. Christian Wyss lief auch im Rennen mit Céline, war in der ersten Runde noch vor ihr, liess aber schon bald nach und gab nach 2 km auf. Er bewies damit, dass Cross mindestens soviel mit Kopf wie mit Bein zu tun hat! Weil aber Läufer niemals ohne Kopf Erfolg haben können, bewies er anschliessend ausser Konkurrenz im U20-Rennen, dass es eigentlich schon ginge, aber dass noch viel Arbeit wartet...
Tim Jakob und Sabine Krähenbühl liefen im Kurzcross. Tim kam über 3800m in einem starken Feld in 12:24 auf Rang 20 und Sabine erreichte über 3300m in 13:52 Rang 7.
Bei den mU20 war die gesamte nationale Elite (ausser Ramon) am Start. Das war hartes Brot für Samuel Agyapong und Dawit Asfahre. Sie mussten das Feld ziehen lassen, schlugen sich dann aber beide tapfer, liefen ein regelmässiges Rennen über die 6300m und so erreichte Sämi in 22:39 Rang 27 und Dawit in 23:59 Rang 31. Dazwischen lag Christian Wyss mit 23:44 auf Rang 30.
Ebenfalls hohe Leistungsdichte bei den wU18 über 3800m. Elena Eichenberger startete etwas zurückhaltend, überholte im Mittelteil aber einige Konkurrentinnen. Vorne dominierte Aarti Miescher das Rennen und gewann in 12:41 vor Alisha Rüegger und Nina Mettler. Elena war in der Endabrechnung mit 13:05 nah dran und erreichte den starken Rang 7, was ihr 8 Punkte für den Crosscup einträgt und sie damit die Athletissima-Quali bereits in Reichweite hat. Alicia Schär musste das Rennen nach Verletzungspause vorsichtig angehen. In 14:10 und Rang 20 klassierte sie sich im Mittelfeld und bewies, dass mit ihr schon bald wieder zu rechnen ist, auch wenn es diesmal nicht in die Punkteränge reichte.
Bei den wU16 über 3300m liefen Chiara Costa und Maria Hermann. Chiara erreichte direkt hinter Anouk Miescher in 13:18 Rang 21. Chira hat im Cross ihr Leistungspotenzial noch nicht ausgeschöpft. Es ist noch einiges möglich, wenn sie noch etwas mehr an ihre Leistungsgrenze geht. Maria wurde in 14:30 31.
Bei den Jungs mU16 über 3800m zusammen mit den Kurzcross-Männern zeigte Gian-Franco Hug ein super Rennen. Er lief taktisch clever, kämpfte über die ganze Distanz immer wieder um Plätze und erreichte in 12:59 gerade noch mit Rang 14 einen Crosscup-Punkt! Yadin Schärer startete verheissungsvoll, aber etwas zu schnell. Er konnte dann das Tempo nicht ganz halten und fiel in 13:39 auf Rang 26 zurück. Stephan Wyss lief vorsichtiger und regelmässig und kam in 14:08 auf Rang 31. (sam, 11.1.20)