Runners

Unser Auftritt an der Staffel-SM stand unter schwierigen Vorzeichen. Seit 10 Jahren sind wir erfolgsverwöhnt mit traditionell mehreren Medaillen, darunter immer auch eine Goldene. So lag die Latte hoch. Und wir wussten, dass andere Vereine in Spitze und Breite enorm zugelegt haben: Genève, Valais, LG Bern, STB... Zudem mussten wir wenige Tage vorher von einer Zerrung bei Toby Kenntnis nehmen und ihn aus dem Américaine-Team streichen. Wir waren gespannt, ob sein Oberschenkel wenigstens über 1000m hält.

Die 3x1000m der Männer waren dann auch unser heissestes Eisen. Wir starteten in der Titelverteidiger-Zusammensetzung, also genau gleich wie im Vorjahr in Lausanne. Jonas Leuenberger übernahm den Start und lief taktisch geschickt das ganze Rennen auf Position 2 oder 3 immer schön innen. Das Tempo war ideal für ihn, nur die ersten 200 etwas langsam: 32, 61, 1:31, 2:02. Jonas konnte schön dranbleiben und übergab nach 2:32 (pB) wenig hinter Lukas Marti und Ilias Hernandez, aber deutlich vor Marcel Briggen. So konnte Tobias Lüthi schön ins Schlepptau in der Spitzengruppe ziehen. Auch bei ihm ging es flott los: 28, 60, 1:30. Hier griff er sogar mutig an. Auf den letzten 100m ging ihm aber die Kraft aus und er verlor noch wenige Meter auf Hendrik Engel und Wondimu Bussy. Übergabe nach 5:01 bzw. 2:29. Raphael Salm holte dies aber schön langsam auf, lief kurz hinter den Führenden. Aber schon nach Rennhälfte überholte er Joaquim Jäger und 300m vor dem Ziel auch Pascal Furtwängler. Eingangs Zielkurve sah es nach einem klaren Sieg aus, aber dann drehte Pascal nochmals voll auf. Räphu merkte es zu spät und konnte zuwenig reagieren. In einem Fotofinish zog Räphu um ärgerliche 2 Hundertstel den Kürzeren. Die Schlusszeit zeigt aber eine sensationelle Leistung: 7:25,15 und für Räphu 2:23/24.Für Räphu eine pB für die Ewigkeit und für das Team 2. Rang in der ewigen LV-Bestenliste.

Diese Super-Leistung musste erst verdaut werden, bevor Räphu zwei Stunden später nochmals mit Felix und Lucca in der Américaine auftreten konnte. Bei 36 Grad (!) sowieso! Aber was Lucca Blum, Felix Studer und Raphael Salm dann zeigten, war nochmals grossartig. Von Anfang an setzten sie sich mit Aarau1 und Stade Genève an die Spitze. Alle drei Teams hatten Erfahrung und teilten realistisch ein. Räphu lief gegen die Stärksten, Joaquim Jäger und und Jan Hochstrasser souverän, Lucca hielt Julian Gädel und Thomas Huwiler sauber in Schach und Felix konnte gegen Wondimu Bussy und Joël Flury immer etwas Boden gut machen. So festigte sich die Reihenfolge Aarau, wir, Genf von Runde zu Runde und am Schluss gab es einen klaren Zieleinlauf, aber auch hier mit sensationell guten Zeiten. Aarau knackte ihren Klubrekord in 6:31 und unsere Jungs liefen mit 6:38,87 ebenfalls in die ewige LV-Bestenliste auf Rang 7.Genf war mit 6:40,91 klar geschlagen.

Die Frauen wU18 3 x 1000m standen unseren Aktiven kaum nach. Hannah Schiffer startete in einem starken Feld vorsichtig und war nach 400m am Schwanz. Dann machte sie einige Plätze gut und übergab in 3:18 als 7. Lena Haas ging sofort ganz flott ins Rennen, lief die erste Runde in 71'' und machte Plätze gut. Sie zog das hohe Tempo fast durch, verlor kaum auf die Spitze und übergab auf dem aussichtsreichen Rang 5 an Andrea Fink. Sensationelle pB-Verbesserung um 10'' auf 3:08 für Lena! Andrea packte die Chance, machte Boden gut und überholte bald die Walliser. 150m vor dem Ziel griff sie auch die LG Fürstenland mit Alina Federer an und konnte in einem packenden Finish das bessere Ende für sich gewinnen. Andrea lief 3:03 und das Team kam in sackstarken 3:29,92 auf Rang 3.

Auch die 3 x 1000m-Staffel der Frauen lief super: Céline Aebi ging mit 37, 73 gena richtig ins Rennen, fand sich aber nach einer Runde etwa auf Rang. Dann machte sie aber mit einer starken 2. Rennhälfte einige Plätze gut und übergab in 3:08 als etwa 6. an Nicole Egger. Nicole lief in etwa das gleiche Tempo, konnte aber am Schluss noch zulegen und einen Platz gut machen, so dass sie mit ca. 3:06 bzw. nach 6:14 Kerstin Marxen auf die Piste schickte. Die Medaillenränge waren hier bereits klar an LG Bern, Wallis und Regensdorf vergeben. Kerstin lief locker aber trotzdem voll und schob sich bald auf Rang 4. Dabei blieb es, denn der Abstand zu Regensdorf betrug 20''. Kerstin erreichte mit super 2:51/52 eine sensationelle Schlusszeit von 9:06,39, was LV-Klubrekord mit einer Verbesserung um 4'' bedeutet.

Die Junioren 3 x 1000m mussten mit dem U18-Läufer Lukas Rüegger starten. Luki hätte eigentlich mitlaufen sollen und können. Aber seine hartnäckige Ibiza-Krankheit bindet ihn immer noch zurück. So ging er das Tempo von Lubasch und Co. nicht mit, lief am Schluss des Feldes und übergab nach 2:52 an Nick Obrist. Für ihn war es schwierig an der Ausgangslage noch viel zu verbessern. Mit 2:55 schickte er Samuel Kummer ins Rennen. Sämi musste seinen letzten Gegner, den starken Ramon Christen ziehen lassen und lief 2:50. Mit der Gesamtzeit von 8:37wurde das Team 6.

In der wU18 Olympischen versuchten Andrea Fink und Hannah Schiffer über 800 bzw. 400m nochmals eine gute Ausgangslage für das Team zu schaffen. Mit 19 Teams in einem Feld gab es ein sehr ruppiges Rennen mit Schlägerei und Stürzen. Andrea hielt sich gut im Mittelfeld und Hannah drehte darauf noch einen guten 400er. Mt einer starken Nadja Zurlinden und der Schlussläuferin Stefanie Schindler reichte das zu Rang 10.

Bei der Frauen Olympischen machte Kerstin Marxen den Start. Sie hatte sich erstaunlich gut vom 1000er erholt und lief in der Spitzengruppe mit Pamela Märzendorfer, Alexandra Bosshard und Lisa Kurmann mit. Die vier übergaben praktisch miteinander und Marion Röthlisberger festigte auf der 2. Teilstrecke den 2. Rang, den Melanie Richard und Joy Vetterli souverän nach Hause liefen. Damit war die 3. Silbermedaille an diesem erfolgreichen Tag Tatsache und auch hier resultierte eine 2. beste Zeit der ewigen Bestenliste.