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Über 1000m beeindruckten die Frauen: Nicole Egger startete in der 1. Serie mit einem Grossteil der Schweizer Mittelstrecken-Elite. Allen voran machte Selina Büchel das Rennen und siegte in Jahres-Weltbestzeit (!) von 2:41,63. Im Feld dahinter wechselten sich die Verfolgerinnen ab. Selina Fehler, Laura Giudice, Shirley Lang sorgten für ein horrendes Tempo. Nach 600m griff Nicole Egger an und riss die Spitze auseinander. Auf der Gegengerade schob sich Laura Guidice sukzessive an Nicole vorbei und auf den letzten 50m brauste noch Sina Sprecher heran und kam knapp vorbei. In 2:48,63, nur 4 Zehntel hinter Laura und Sina, lief Nicole eigentlich LV-Bestleistung, denn die eingetragenen 2:47,73 von Sybille Dürrenmatt hatte diese in einem Rennen mit Männern erzielt. Nicole's Rennen war auch perfekt eingeteilt und regelmässig: 33, 67, 1:41, 2:14, 2:48.

In der 2. Frauenserie starteten Elena Eichenberger und Céline Aebi gemeinsam mit einigen "Sub3-Läuferinnen". Elena liess sich nicht beeindrucken und startete explosiv wie in der Vorwoche in Genf. Bereits nach 50 m war sie auf der Innenbahn an der Spitze und schaute sich auf der Zielgerade um, ob jemand "helfen" möchte. Das war nicht der Fall und so zog Elena das Feld als Tempomacherin über die Runden: Mit 34, 69, 1:44, 2:19 konnte auch sie die Pace perfekt halten und lief so im Vorbeigang eine 800er pB. Kurz vorher, nach 700m hatte Aarti Miescher die Spitze übernommen und zog Elena zur super Schlusszeit von 2:55,82, der viertbesten Zeit aller LVL-Frauen der Geschichte! Auch Céline profitierte im Feld vom perfekten Tempo. Ihr Split: 35, 70, 1:46, 2:23 (pB!) ergab die Schlusszeit von 3:00,70 und Verbesserung der pB um 77 Hundertstel.

wetzikon 2020 Elena wetzikon 2020 Céline

Bei den Männern lief Ramon Hürlimann in der 2. Serie ein etwas zu vorsichtiges Rennen. Das führte dazu, dass er einen Grossteil auf Bahn 2 laufen musste und dann in der Endphase trotzdem auch noch eingeklemmt war. So musste er sich vom jüngeren Junior Pierre Perruchoud und dessen Klubkollegen vom CA Sierre Loris Pellaz, sowie vom Zuger Roman Renner geschlagen geben. In 2:33,30 (31, 62, 1:32, 2:03) reichte es aber trotzdem zu einer pB Verbesserung um genau eine halbe Sekunde.

Tobias Lüthi ist aktuell wegen fehlenden Zeiten bei der Serieneinteilung benachteiligt und und musste in der 3. Serie das Zepter übernehmen. Er führte vom ersten Meter bis nach Rennhälfte, dann erbarmte sich Lucca Blum für eine halbe Runde (30, 62, 1:35, 2:06). Auf den letzten 200m ging aber beiden die Luft aus und Toby kämpfte sich knapp hinter Lucca in 2:38,68 ins Ziel. 

Besser lief es unserer Nachwuchs-Hoffnung Christian Wyss. In einer schnellen Serie konnte er im Mittelfeld profitieren (32, 63, 1:36, 2:10) und erreichte in 2:43,59 eine pB-Verbesserung um 5'. Ein schönes Versprechen für die weitere Saison!

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Das Highlight des Abends lieferte dann im 5000m Rennen unser Triathlet Max Studer. In einer top besetzten Serie machte Tom Elmer für Tadesse Abraham, Eric Rüttimann und einige Ausländer Tempo. Max konnte locker in der Spitzengruppe mithalten und sah nach 3000m noch am besten aus. Der Schein täuschte nicht. Er hielt sich zwar bis in die Schlussrunde zurück, aber auch als Eric Rüttimann antrat, blieb Max dran. Als nach der Schlusskurve noch der Sudanese Lobalu Dominic Lokinyomo (Murten-Freiburg Sieger) zum Duo aufschloss, zündete Max die Rakete und liess die Gegner stehen. In 14:01,98 siegte er souverän und verpasste den LV-Rekord von Bruno Lafranchi aus dem Jahr 1978 um weniger als eine Sekunde!  

In der 2. Serie wollte auch unser zweiter Triathlet Adrià Alcala zur Abwechslung seine Form auf der Bahn testen. Er ging mutig mit Rundenzeiten von 78-80'' ins Rennen und lief in 3:16, 6:36, 10:07 bis 3000m locker. Dann fehlte aber die Power zum Durchziehen. Mit harten zwei letzten Kilometern kämpfte er sich zur Schlusszeit von 17:24,90. (16.6.20, Bericht sam)

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