Amélie Ledermann trotzt der Grippe und gewinnt die Silbermedaille
Dies ist in ihrer noch jungen Karriere bereits die 5. Medaille im Stabhochsprung. Am Freitag und Samstag lag Amélie Ledermann, U18w, mit Grippe und über 38 Grad Fieber im Bett. Ob ein Start Im Stabhochsprung überhaupt sinnvoll und möglich ist, wurde etappenweise entschieden. Dieses schrittweise Vorgehen führte zur Neubeurteilung der Situation nach dem Einspringen. Amélie entschied sich für einen Start auf der Anfangshöhe von 3.20m, das Einspringen wurde auf wenige Sprünge beschränkt und mit einem weicheren Stab gestartet.
Die Anfangshöhe meisterte Amélie auf Anhieb. Die nächste Höhe von 3.30m wurde ausgelassen und auf 3.40m die nächste Höhe versucht. Nachdem Melina Häuptli diese Höhe im ersten Versuch übersprang, überquerte Amélie sie im zweiten Versuch. Die weiteren Mitkonkurrentinnen schafften diese Höhe nicht mehr. Die 3.45m wurden wiederum ausgelassen. Bei 3.50m blieb die Latte im 3.Versuch zwar auf dem Ausleger liegen, jedoch nicht auf dem Aufleger, was reglementsgemäss als Fehlversuch gewertet wurde.
Somit errang Amélie Ledermann mit 3.40m den zweiten Rang. Ein Ergebnis, das vor dem Wettkampf nicht alle für möglich hielten. Bleibt die Hoffnung, dass Amélie schon bald (nach vollständiger Genesung) das Training wieder aufnehmen kann.
(25.02.2024, Zephanja Abbühl, Foto Ruedi Hunziker, Anouk Ledermann)