Fabienne 5000m Schweizermeisterin
Der erste Tag der SM 2026 verlief für die meisten LVL-AthletInnen erfolgreich. In der 1. Disziplin, den 1500m der Frauen, startete Alicia Schär in der 2. Serie mit Delia Sclabas, die das Feld in flotten 72er Runden über die ganze Distanz zog und in 4:24 siegte. Hinter ihr bildete sich rasch eine 5er-Spitzengruppe für die 4 Q. Alicia konnte locker mithalten und als 300m vor dem Ziel das Tempo verschärft wurde, blieb sie dran und Melissa Girardin verlor den Anschluss. So lief Alicia in starken 4:28,56 als 4. hinter Sclabas, Lang und Rahm ein und qualifizierte sich souverän für den Final. In der 3. Serie mit Jolina Fahrni wurde extrem gebummelt. Erst 300m vor dem Ziel ging das Rennen los, als Joceline Wind anzog. Jolina reagierte perfekt, ging aussenherum auf Position drei, lief die Schlusskurve stark auf Innenbahn und kam als 4. mit ca. 8m Vorsprung auf die Zielgerade. Aber da kamen der Hammermann und gleichzeitig Phoebe Oelhafen. Als Jolina nochmals beschleunigen wollte, stolperte sie unglücklich, fiel der Länge nach auf den Tartan und musste den griffnahen Traum der Finalqualifikation begraben. Ein Trost: Als Jüngste im Feld wird sie noch viele Gelegenheiten haben, sich auch bei den Grossen durchzusetzen.
In den 400m Vorläufen startete Eman Podbicanin wie aus der Kanone geschossen und zeigte einen ganz starken Lauf bis auf die Zielgerade, wo er etwas Tempo verlor. In 50,26 lief er mit pB auf Rang 5 ein. Der LVL-Neuzuzug aus den USA Haydn Brotschi erfüllte in der 5. und letzten Serie die Erwartungen als SM-Favorit, indem er nach starken 300m weit in Führung lag und etwas Tempo rausnehmen konnte und locker in 46,37 nicht nur die Serie gewann, sondern auch Tagesbestzeit realisierte. Seine Zeit ist LVL-Rekord, er verbessert diese 52jährige Marke von Philipp Andres um fast eine Sekunde!
Über 800m verblüffte Lorenzo Disilvestro in der 2. Serie die ganze Fachwelt und die nächsten FreundInnen, indem er auf der Innenbahn von Beginn weg loszog, das ganze Feld überholte und an der Spitze die erste Runde in 55,8 lief und noch keine Schwäche zeigte. Auch bei 600m lag er noch vorn als Ivan Pelizza angriff. Am Schluss erreichte Lorenzo das Ziel als Vierter in 1:53,33 mit SB. Eine grossartige Leistung nach vielen gesundheitlichen Schwierigkeiten im ganzen Saisonverlauf.
Über 100m der Frauen zeigte Anouk Ledermann ihre blendende Form indem sie hinter der nachmaligen Schweizermeisterin Geraldine Di Tizio-Frey in starken 11,62 Zweite wurde und sich souverän für den Halbfinal qualifizierte. Dort war dann allerdings in 11,75 Endstation. Für den Final wären 11,42 nötig gewesen.
Im Hochsprung der Frauen klassierte sich Nicole Stuber mit SB von 1.70 auf Rang 11.
Zum Abschluss des Tages standen neben den 100m-Finals noch die 5000m auf dem Programm. Bei den Frauen zeigte Fabienne Müller eine taktische Meisterleistung und deckte auf der Schlussrunde ihre aktuelle Topform auf. Sie lief praktisch das ganze Rennen das in moderatem Tempo mit 3:25/km gelaufen wurde, auf Platz 2. Beschleunigte nach Rennhälfte mal eine Runde, um das Feld etwas zu dezimieren. Dann wartete sie bis auf die letzten 300m, wo sie mit einem unwiderstehlichen Endspurt noch über 4 Sekunden auf Romane Wolhauser und Malin Rahm herausholte und in 16:43.20 als klare Siegerin triumphierte.
Bei den Männern zeigte auch Max Studer, der nach langer Krankheit den Wiedereinstieg über ein paar Läufe sucht, eine starke Leistung. Er vermochte sich während des ganzen Rennens in der Spitzengruppe zu halten, übernahm einen Kilometer vor Schluss sogar die Spitze und lancierte den Endkampf. Dies weckte die Konkurrenz und er fiel wieder etwas zurück, erreichte aber als 7. in 14:09,16 eine respektable Schlusszeit. (25.7.26, sam)



